Streichelzoo könnte sich zum ‚Arche-Park‘ entwickeln


Pressemitteilung vom 23.11.2021

Die nächsten Planungsschritte für einen ‚neuen' Streichelzoo können beginnen. Der Ausschuss für Stadtentwicklung, Planen und Umwelt hat am Donnerstag, 18. November, einem strategischen Entwicklungskonzept zugestimmt. Er hat einstimmig beschlossen, auf dieser Grundlage weiterzuarbeiten und einen Förderantrag zu stellen. Die Stadtverwaltung hatte die Agentur PLUSWERTE beauftragt. Sie empfiehlt, bei der Neuausrichtung den Fokus verstärkt auf das Thema Umweltbildung und Naturerfahrung zu legen. Dadurch würde sich das Angebot deutlich gegenüber ähnlichen Einrichtungen im näheren Umfeld abgrenzen. Mitglieder des ‚Runder Tisch Umwelt' haben bereits Interesse an einer Mitwirkung gezeigt.

Bei den Tierarten ist es wichtig, dass sie sich streicheln lassen, sich für Bildungsangebote eignen und gleichzeitig attraktiv sind. Diese Anforderungen erfüllen z.B. die schon vorhandenen Coburger-Fuchsschafe, aber auch viele andere Schaf-, Ziegen-, Kaninchen-, Rinder- und Geflügelrassen. Möglicherweise könnte sich der Streichelzoo zu einem ‚Arche-Park' entwickeln, der sich zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen verpflichtet. Mit dem Bau rechnet die Verwaltung im Jahr 2024. Bis dahin sollen kleinere Verbesserungen durch den Betreiber ENNI Stadt und Service umgesetzt werden. Hierzu gehören Gehege und Ställe für Schafe und Ziegen.

Kein Parkverbot an Kehrtagen

Eine weitere Entscheidung betrifft das Parkverbot an Kehrtagen. Mit großer Mehrheit hat sich der Ausschuss gegen eine Fortführung ausgesprochen. Eine eineinhalbjährige Erprobungsphase in fünf Straßen hat zwar die Reinigungssituation verbessert, aber z. B. zu Beschwerden wegen fehlender Parkmöglichkeiten geführt. Außerdem wurden parkende Anwohner auf andere Straßen verdrängt, sodass die Straßenreinigung dort nicht durchgeführt werden konnte. Ein punktuelles und flächendeckendes Parkverbot an Kehrtagen kann nur in Verbindung mit Kontrollen der Verkehrsraumüberwachung nachhaltig durchgesetzt werden, so das Fazit. Dafür würden voraussichtlich drei neue Stellen benötigt. Hinzu kämen Kosten für die Einrichtung der Parkverbote durch ENNI in Höhe von rund 750.000 Euro. Aus diesen Gründen hat der Ausschuss das Vorhaben abgelehnt. In einer weiteren Entscheidung ging es um das Gebäude Café Mehrhoff ‚Altes Brauhaus' (Neustraße 40/Foto: pst). Es wird in die Denkmalliste des Landes eingetragen.

Rot und grün beleuchtetes Gebäude.

Kontakt zur Stadt Moers

Diese Seite teilen:

.